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Eduardo Chillida
Motto: Hauptmotive im subtilen Werk des grossen
zeitgenössischen spanischen Künstlers Eduardo
Chillida.
Zum Werk von Eduardo
Chillida
Das Werk Chillidas besticht durch seine
Subtilität und Einfachheit, welche sich von der inneren Logik her entwickelt. Die
Gänge, Höhlen und
Tunnels sind nicht nur in Graphiken, sondern auch in Chillidas Konzepten, Projekten und
Plastiken, in seinen Papierreliefs und Collagen ein
wesentliches Gestaltungsmittel und bilden einen Teil der Aussage. Das was sich in einer Form
verbirgt, hat ihn immer wieder angeregt, das
Geheimnis zu erahnen. Das Innere der Erde. 'Die Erde ist langsam...' hatte Chillida gesagt. 'Die
Tiefe ist die Luft', ein Wort des Dichters Jorge
Guillén.
Aus seinem gesamten Werk wird deutlich, dass
Gegenstand und Abstraktion in ihrer äussersten Konsequenz nah beieinanderliegen.
Variationen,
die unerschöpflich erscheinen. Chillida läuft nicht Gefahr, formalistisch zu
werden, das Organische der Bildwerdung bleibt lebendig. Der
Betrachter mag seine eigene Hand in den Wind heben, er wird erinnert an die markanten
Windkämme, ja an das Gesamtkunstwerk, das Chillida an
der Küste seiner baskischen Geburtsstadt San Sebastián geschaffen hat als ein
eindrückliches Beispiel integraler Kunst und Architektur. Dort, wie
an so manchen anderen Orten der Welt, hat Chillida aus Stein, Terrakotta und Eisen seine
Kunst mit der natürlichen Küstenlandschaft
verschmolzen. Wildnis und Architektur werden zu Geschwistern, der ganze Platz wie das Meer
und jede Welle und die nächste wird zum
Klangkörper. Was aussen ist - das ist auch innen. Das Haus, das Gehäuse wie die
Hand ist zu einem Hauptmotiv der letzten Jahrzehnte geworden.
Die Hülle, die den Innenraum birgt, die Transparenz der geschlossenen Materie und mit
ihr die Leere des Geistes, Haltung, mit der Chillida die
Form zu erwarten versteht. In seinen Worten: 'Was von einem selbst ist, ist fast wie von
niemandem... Es gibt nur mich als Verbindung.' ek
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