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Miquel Ibarz Roca

Das Angebot des Grafos Verlages

  
Mediterranea
  
 So muss der Süden sein. Das Dorf auf der Anhöhe, die Zypresse. War Ibarz ein Frühaufsteher - oder lauschte er der Morgenröte so oft, weil er nachtsüber malte? Die vereinzelt anhebenden Gesänge sah er in sein Bild verwandelt, rotgefärbt der Himmel - vor dem Fenster die Vögel (1984). Passend zu den Blättern Gesang der Morgenröte und Ampurias der kleine herzköpfige Singvogel. Auftakt zum Stilleben mit Vogel, die blaue Karaffe Botella. Über ein Dutzend Blätter sind im Zeitraum von acht Jahren in Zusammenarbeit mit der Sala Gaspar erschienen. Liebeslieder an eine Existenzform der Zurückgezogenheit. Mediterranea könnten alle Lithographien überschrieben werden. Das Fenster, der Vogel, die Anhöhe, das Haus, das Meer, das Stilleben tragen dazu bei. Was für den Maler Miquel Ibarz Alltag bedeutete, erinnert andere an Ferienlandschaften, an die süssen Früchte und das Licht des Sommers.
  

  
Lass mich das blaue Lachen des Himmels und des Meeres malen



Die Botschafter des Morgens
  

In romantische Titel gekleidet sind diese leuchtenden Farblithographien im Grafos Verlag. Sie stossen ein Fenster auf die Meeresferne auf und sind zugleich geschaffen, Wohnlichkeit zu vermitteln, den Tag heiter einzustimmen. Dazu gehören Blätter wie: Lass mich das blaue Lachen des Himmels und des Meeres malen - Euch gab ich Gärten des Südens - Euch gab ich Früchte der Erde - Ampurias. Das Haus am Meer, an der Küste Ampurias unter einem tief violettblauen Himmel (1985) Das Haus wirkt ganz still, als blickte es nach innen. Der Himmel ist noch nachtblau: Die Botschafter des Morgens, des Windes, heben leise an. Die Singvögel waren wirklich tägliche Gäste seines Hauses. Auch diese Komposition auf Stein geht zurück auf Entwürfe aus farbigem, mit der Schere zugeschnittenem Seidenpapier, das Ibarz Lage um Lage für die Entwürfe aufklebte, um die Wirkung der Farbüberlagerung zu erzielen. Von daher der Farbklang, die Flächigkeit. Mit dem Pinsel zog er dann nach.

  

  
Die ganze Nacht sang sie von ihren Farben




Euch gab ich die Früchte der Erde
  

Die ganze Nacht sang sie von ihren Farben: eine auf Aquarelltechnik aufgebaute Farblithographie von 1977, auf den Zweigen des Früchtebaumes drei Vögel, die drei anderen schweben in der klaren Luft. Wie die Nachtigallen ihr Lied der Nacht anvertrauen, verschenkt im Haus die Kunst ihre Farben. Euch gab ich die Früchte der Erde: Ibarz hat hier bekannte dekorative Mittel einzusetzen gewusst, die Birne, die Schale und Früchte aus flächendeckendem Rot. Das Dorf am Meer, Pueblo de mar I und Pueblo de mar II. Die Fischerboote, die Buchten und ein unerschütterlicher Himmel. Spaniens Sonnenküste und die Zurückgezogenheit der Menschen vor der Weite des Meeres. Frutero i Pajaros. Wiederum tritt einer der grüngestrichenen Fensterflügel ins Bild, die volle Früchteschale, die nackte Frau im Profil, auf dem Sims eine Limone. Aus den Gärten des Südens. Der Gedanke an den Herbstmond, mit dem Wind herbeigeweht das bunte Laub der Platanen. Ein wenig Wehmut, das Schneegebirge in der Ferne.


Pueblo de mar I

Pueblo de Mar II

Frutero i Pajaros
  

  
Gireasoles

  

Und zum Schluss Girasoles: ein Blumenbild mit Sonnenblumen. Ibarz spielt mit der Leuchtkraft der reinen Farben rot, blau, gelb, violett. Er legt die Farben in durchscheinenden Lagen übereinander. Ampuriens Landschaft, das Meer und die Pinien, das Dorf, Ibarz' Heimat und zugleich Ferienerinnerungen für viele. ek



  

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Letztes Update: 31.03.08;
© Texte von Evi Kliemand, 1998-2004. © by Grafos Verlag AG, 1998-2004

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