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Miquel Ibarz Roc
Motto: Lass mich das blaue Lachen des Himmels und
des Meeres malen.
Zum
Schaffen von Miquel Ibarz Roc
Ibarz, der Anleihen aus Cézannes Lehren
für sich verinnerlicht hatte, seinerzeit zur Barcelona Gruppe gehörte, zu welcher
bekannteste Maler
Kataloniens zählten wie Miró, Tápies, Villelia, blieb seinem
persönlichen Stil treu. An die Öffentlicheit trat er auch mit seiner Wandmalerei.
In
seinen Gemälden berührte er in den 70er Jahren die Schwelle der Abstraktion:
d'una abundosa i forta paletaen la qual dominen i s'oposen els
blaus, els vermells i els verds... um dann zurückzukehren in eine betont
gegenständliche Ausformung. Das Licht der Costa Azul, wo sein
Sommeratelier stand, unterstützte die dekorative Leuchtkraft seiner populären
Bildwirklichkeit. Eine idealisierende, romantisierende, illustrative
Kunst, geprägt von einem lasierenden Farbauftrag. Sein Thema: der vertraute Ausblick
von seinem sommerlichen Arbeitsort.
Als Maler und Graphiker lebte und arbeitete Miquel
Ibarz weiterhin in Barcelona, behielt gute Kontakte zur Sala Gaspar (Katalog): Als versierter
Lithograph, der mit mehreren Steinen seine illustrativen Bilderscheinungen schuf, machte er
sich einen Namen. Nach einer vom Kubismus
inspirierten Phase (Porträts, Akte, Stilleben) wandte er sich erst einer pastosen,
abstrahierenden, dann hauptsächlich einer aquarellhaften Technik
zu. Dieses lasierende Vorgehen wird in den Lithographien deutlich. Landschaftsmotive des
Mittelmeers, Stilleben (mit einem Anklang an die
Ecole de Paris, und überraschend häufig das Motiv der Singvögel). Sie
bevölkerten das Sommer-Atelier in St. Pol de mar - wie Friedrich Herlt
berichtet, der für Grafos oft auf Besuch beim Künstler weilte. Die Vögel
leisteten Ibarz in seiner Zurückgezogenheit Gesellschaft, flogen ein und
aus. In den farbigen Kompositionen spiegeln sich auf poetische Weise die Dinge, die der Maler
täglich vorfand: Er hob sie virtuos hinüber in seine
Welt. Der Blick durchs Fenster, die Früchteschalen, der Balkontisch, die Blumen in der
Vase, die lichtvolle landschaftliche Atmosphäre und
wiederum die Vögel des Tags und des Nachts. Eine dekorative-virtuose koloristische
Fülle und eine stille Lebensfreude prägen seine Bilder und
Graphiken. Die Sala Gaspar Barcelona und der Grafos Verlag Vaduz zeichnen für die
Herausgabe dieser für Miquel Ibarz' Werk repräsentativen
Auswahl aus den Jahren 1977-1987, also der letzten Schaffenszeit des Künstlers.
ek
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