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Oskar Kokoschka (1886-1980)

Biographische Notiz

Oskar Kokoschka, berühmter Maler, Hauptmeister des Expressionismus; geboren am 1. März 1886 in Pöcklarn, Österreich, emigrierte 1938 nach England, wurde 1947 britischer Staatsbürger; 1905-1909 Studium an der Kunstgewerbeschule Wien, unter Gustav Klimt; arbeitete an den Wiener Werkstätten; gehörte in Berlin zum Kreis des 'Sturm', liess sich 1917 in Dresden nieder; 1914-1918 Wehrdienst , 1915 wird er schwer verwundet. 1919 Berufung als Professor an die Dresdner Akademie. Kokoschka profiliert sich auch als Schriftsteller. Sein Drama 'Mörder Hoffnung der Frauen' wird 1920 von Hindemith vertont. Kokoschkas künstlerische Entfaltung beginnt vor allem über die Zeichnung. In der Malerei versteht er einen Bezug zum impressionistischen Vorgehen mit in den impulsiven, expressiven Stil zu verflechten, Beobachtung und Improvisation gehen eine wirklichkeitsbezogene wie lyrisch-dramatische Verbindung ein. 1923 (und 1947) Aufenthalt in der Schweiz, 1924-1930 Reisen durch Europa, 1931/1933 Rückkehr nach Wien, 1934-1938 in Prag, 1938 Flucht nach London, wo er bis 1952/53 ansässig ist. 1953 gründet er in Salzburg die Schule des Sehens und unterrichtet dort bis 1963 an der Internationalen Sommerakademie. Noch schafft er Bühnenbilder für Salzburg und Wien; wird geehrt, erhält 1959 den Rom-Preis; zusammen mit Marc Chagall, 1960 in Kopenhagen den Erasmus Preis. Seit 1953 lebt Oskar Kokoschka bis zu seinem Tod am 11. Februar 1980 zusammen mit seiner Frau Olda Kokoschka in Villeneuve, Schweiz. 1987 gründet sie die Oskar Kokokscha Stiftung, mit Sitz im Musée Jenisch Vevey, Schweiz.

In der ersten wie in der zweiten Lebenshälfte entsteht Kokoschkas umfangreiches malerisches und graphisches Werk, das weltweit Anerkennung und Eingang in die namhaftesten Sammlungen und Museen findet. Dazu gehören seine expressionistischen Bildnisse, Landschaften, Blumen wie phantastische-dramatische und traumhafte Kompositionen. Mit seiner Malerei entfacht er einen freifliessenden gestischen Farbenreichtum, der immer wieder auch den Zeichner verrät. Zu seinen grossen lithographischen Folgen zählen u.a.: 1913, Der gefesselte Kolumbus; 1914, O Ewigkeit, du Donnerworts; 1917, Hiob; 1963, King Lear; 1956 erschienen, herausgegeben von H.M. Wingler, seine 'Schriften 1907-1955; 1971, Mein Leben; 1973, Dichtungen und Dramen.

ek

(*) Literatur-Hinweis:
Véronique Mauron: Oskar Kokoschka. Viaggi e figure, Reisen und Figuren. Auswahl der Werke aus der Oskar Kokoschka-Stiftung Musée Jenisch Vevey. Civica Galleria D'Arte Villa dei Cedri Bellinzona 1995;

Hans M. Wingler: Oskar Kokoschka - Das Werk des Malers, Salzburg 1956; Johann Winkler: Oskar Kokoschka. Die Gemälde. Katalog Erling Salzburg;

Werkverzeichnis:
Werkverzeichnis in fünf Bänden: Ernst Rathenau: Oskar Kokoschka. Handzeichnungen N.Y. 1961-1977;
Catalogue raisonnée der Druckgraphik: Hans Wingler: Oskar Kokoschka. Das druckgraphische Werk. Galerie Welz 1975-1981;

(*) Anmerkung:
Literatur-Hinweise sind nicht in Rangordnung zu verstehen, sondern als von der Autorin mitreflektierte Publikationen.
Werkverzeichnisse, bzw. Oeuvrekataloge sind, wenn bekannt, genannt und korrespondieren mit den Angaben, die dem Verzeichnis beigegeben sind.

Letztes Update: 31.03.08;
© Texte von Evi Kliemand, 1998-2004. © by Grafos Verlag AG, 1998-2004

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