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Moisès Villelia

Das Angebot des Grafos Verlags

  
Die Heimkehr des Mondes
   58jährig schafft Villelia seine Spätwerke. Sie zeugen von einer grenzhaften Luzidität und künstlerischen Konsequenz. Im Zentrum stehen der Hohlraum, die erfüllte Leere, wie das Bambusrohr es verkörpert, Formen aus Kreisen und Sequenzen. Die Helligkeit wird Materie. Die Monde schliessen sich. Das Zyklische ist angesagt. Samenkette und Keimblatt, Einrollen und Ausrollen, elementare Kräfte des Lebendigen vor der weissen Stille. Grün eingekerbt die Spiralformen der Entfaltung, von der mikrokosmischen Bewegung zur makrokosmischen ist es nur ein kleiner Schritt: die Heimkehr des Mondes.   

  
La sinfonia celeste
   La sinfonia celeste. Die himmlische Symphonie: Das Blatt schliesst an die vorangehenden an. Der Kreis wirkt wie das Segment des Bambusrohres und verkörpert zugleich den zur Form geöffneten leeren Bildraum. Der Kreis gehört häufig zum Bild-Vokabular Villelias. Radierungen aus pastellfarbener Tonalität. Für diesen Künstler entfaltet sich die gestalterische Kraft im Zyklischen. Eine in die Diagonale gestaffelte Reihung von vier planetarischen Umlaufbahnen. Der Klang steigt aus dem weissen Grund.   

  
el silencio del otoño
  

Noch 1992 schuf Villelia für die Basler Kunstmesse einen bemerkenswerten Radierzyklus. Hieraus stammt das bei Grafos erschienene Blatt: el silencio del otoño. Villelia widmet sich konkreten Kunstmitteln, Kreis, Linie, Fläche. Die sich schliessenden Monde, die zur Binnenform werdenden weissen Kreisformen, und dazwischen, über einem linearen Grundriss, ein kleines rotes sonnengleiches Rund. Das Schweigen des Herbstes. Ein Blatt, das japanische Haiku-Dichtung heraufbeschwört, und wie im Drei-Zeiler ist vielleicht darin die ganze Welt enthalten. Das Blatt weist auf die Verwandlungskräfte allen Lebens hin. ek

  

  
El Halo del la Luna
   Das lichte Weiss hat die Farbe des Papiers, ein Querformat. Im rosa-silbernen Klang verkörpert sich der Mond. Die Entfernung wird suggeriert durch den kleinen rosa-roten Kreis neben dem weissen grossen Mond. Auf fast nichts reduzieren sich die Gestaltungsmittel. Das ist Villelia. Zum Vorreiter der Arte povera geworden durch die plastische Verwendung einfacher Materialien wie Bambus und Stroh. Etwas davon ist auch in der Druckgraphik ahnbar. El Halo del la Luna, eine Farbradierung aus dem Pyrenäen-Radierzyklus.   

  
Gelb mit weissen Kreisen
   Gelb mit weissen Kreisen, von einer tiefen Stille sind die Graphiken, welche die Konstellation des Kreises im Raum auffangen. Jupiter, Neptun, Saturn, Merkur, Venus, Pluto, Uranus. Die sieben Planeten flankiert von Sonne und Mond, eingebettet in den lichten gelben Hintergrund, die weitgespannte Transparenz des Raumes meditierend.   

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Letztes Update: 31.03.08;
© Texte von Evi Kliemand, 1998-2004. © by Grafos Verlag AG, 1998-2004

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