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Joan Miró (1893 - 1983)

Biographische Notiz

Geboren wurde Joan Miró am 10. April in Montroig bei Barcelona 1893, am 25. 12. 1983 ist er auf seinem Landsitz 'Son Abrines' bei Palma de Mallorca gestorben. Er studierte an der Handelsschule und Kunstakademie in Barcelona, von 1912 bis 1915 an der Akademie Gali, ab 1915 an der freien Zeichenakademie San Lluch. Neben der Auseinandersetzung mit der klassischen Moderne und der romanisch-katalanischen Malerei und Volkskunst fesselten ihn vermehrt die frühesten bildnerischen Zeugnisse des Menschen, die Malerei in Fels. Nach kubistischen Ansätzen und einer akribischen Raumerfassung findet er zu seiner unmittelbaren Sprache, an der er ein Leben lang arbeitet. Begegnung mit Picabia, Picasso, mit Kunst und Dichtung im Umkreis von Dada, Kontakte zu Max Jacob und Tristan Tzara, aber auch zu den Künstlern und Dichtern katalanischer Kultur. Miró hatte 1921 sein Atelier in Paris bezogen. 1923/24 kam der Durchbruch zur eigenen zeichenhaft-abstrakten Sprachfindung. Begegnung mit Arp und Masson. Wird Mitglied der surrealistischen Gruppe. Schon 1929 entstehen erste plastische Arbeiten, im Laufe der Jahre folgten Keramiken, Bronzeskulpturen, Objekte und Assemblages als eine wichtige Parallele zur Malerei und Gaphik. Mirós Werk ist heute Begegnungforum ersten Ranges dank der 1971 gegründeten Miró Stiftung in Barcelona, deren Museum 1976 eingeweiht worden ist. Miró profiliert sich zu einem der bedeutendsten Maler seiner Zeit. Die Druckgraphik nimmt einen zentralen Stellenwert in seinem Oeuvre ein. Die poetische Vision, Dramatik und Heiterkeit gehen in seinen weiten, offenen Bildräumen Hand in Hand. Seit den 30er Jahren begleiten ihn repräsentative Ausstellungen in Europa wie in den USA (1939 erste grosse Retrospektive im Museum of Modern Art New York). Auch die Schweiz verzeichnet früh schon repräsentative Miró-Ausstellungen (1933 Kunsthaus Zürich). Seine Werke sind in den Sammlungen der ganzen Welt beheimatet. Seine Druckgraphik hat eine grosse Streuung erfahren und machte sein abstraktes Werk in ungewohntem Masse begreifbar, beliebt und populär. ek


(*)
Werkverzeichnis in VI Bänden:
Joan Miró. Der Lithograph. 1953-1981. Herausgegeben von Patrick Cramer, Ed. Weber Genf, in dt. Übersetzung Edition Maeght 1992;
Werkverzeichnis in III Bänden: Miró. Radierungen (Gravuren, Holzschnitt und Holzstiche) 1928-1975, herausgegeben von Jacques Dupin, Ed. Weber Genf, Daniel Lelong 1991;

In weiterer Referenz:
Joan Miró. Skulptur Graphik Malerei. Katalog der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung 1997 Skira Editore (mit Reproduktionen der von Grafos verlegten Lapidari und Rupestres u.a.)

(*) Anmerkung:
Literatur-Hinweise sind nicht in Rangordnung zu verstehen, sondern als von der Autorin mitreflektierte Publikationen.
Werkverzeichnisse, bzw. Oeuvrekataloge sind, wenn bekannt, genannt und korrespondieren mit den Angaben, die dem Verzeichnis beigegeben sind.


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Letztes Update: 31.03.08;
© Texte von Evi Kliemand, 1998-2004. © by Grafos Verlag AG, 1998-2004

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