Joan Barbarà
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Clavells |
Eingraviert heisst es: Joan Barbarà feccit et sculpsit. Ein Blatt von erfrischender Schönheit. Einfach der Aufbau, freischwebend das Nelkenrot der Blüten im hellen Innenraum. Die Lineaturen der Halme rühren von der Radiernadel her, die durch den weichen Vernis mou fährt, die samtenen Rot- und Weissflächen weisen auf die körnige Struktur des Kolophoniumstaubs: eine Ätzradierung mit Aquatinta, 1982, in einer relativ kleinen Auflage gedruckt. |
Margaritas (Boc de Vidre) |
Barbaràs Radierungen muss man in der Tat angreifen, reliefartig geprägt vom tiefen Ätzdruck. Diese Farbradierung Margaritas (Boc de Vidre) entstand 1988, Farbradierung, Aquatinta, Poupée und Collage in sieben Farben. Die Blüten steigen aus dem Schattigen der Blätter, Magenta und Malvenrot vor zartem Sepia und grüner Erde. Der Garten ersteht aus der Erinnerung. |
Arcs |
Der Blick in einen spanischen Innenhof, wie man ihn in Katalonien antrifft, wird zum Motiv im kleinen Format. Arcs wurde 1977 gedruckt. Eine skizzenhafte Impression. Sie wirkt wie eine Vorstudie zu Barbaràs jüngstem kalkographischem Zyklus 'Negre sobre negre', 1995, dort wurde das architektonische Element, Bogengänge und Lauben, zum Leitmotiv. (Vgl.Katalog Edicions Barcelona Galeria Tristan Barbarà 1995). |
Blumenstillleben mit weisser Vase (Urceola) |
Blumenstillleben mit weisser Vase (Urceola) Eine barocke Bewegtheit, eine dekorative Farbenpracht und Plastizität, vor allem eine meisterhafte Drucktechnik erwirkten dieses blühende Stilleben. Damit ist fast alles gesagt, was diese 1988 in sieben Farben gedruckte Farbradierung (Radierung, Aquatinta, Poupée und Collage) so attraktiv macht. |
Blumenstück auf Brokat |
In dieser Farbradierung, Aquatinta, Poupée und Collage in 9 Farben 1989 gedruckt, kommt eine ornamentale Veranlagung zum Tragen, als setzte sich das florale Muster im frühlingshaften Strauss fort. Die virtuose Vielfalt der technischen Mittel steht der einschmeichelnden Fülle und Blütenpracht in nichts nach. |
Kokoschka T. D. S. P. |
Sie mögen sich fragen, wie dieses Blatt entstanden ist? Ganz einfach, wenn es uns Joan Barbarà erzählt: 'Ich war, wie so oft, auf Atelierbesuch gefahren, diesmal zu Oskar Kokoschka nach Villeneuve in die Schweiz, es war im Jahr 1977. Kokoschka sass vor einer grossen Leinwand, und da ich einen kleinen Zeichenblock bei mir hatte, portraitierte ich ihn, derweil er kontemplierte.' Später entstand diese Lithographie als Hommage an den grossen Maler. |
Stilleben mit blühenden Mimosen |
Stilleben mit blühenden Mimosen In dieser neunfarbigen Radierung von 1991, Aquatinta, Poupée und Collage, wird der Drang zur grosszügigen Abstraktion fühlbar. Eine einzige gelbe Mimosenblüte erfüllt das Bild. Das Ornament schwingt im Hintergrund aus. Die Feinkörnigkeit der Aquatinta suggeriert optisch greifbare Stofflichkeit, als könnte man den Blütenduft 'sehen'. Ein wichtiges Blatt im graphischen Schaffen von Joan Barbarà. ek |
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