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Ramon Llovet

Motto: Es sind diese Lithographien eigentlich fast alles Liebesbriefe, verhohlene Botschaften der Sehnsucht...

Zum Werk von Ramon Llovet

Wer Träume zu deuten weiss, weiss, dass im Bild der Taube immer auch die Begegnung mit dem Weiblichen enthalten ist: Die Mutter, die Frau, das Mädchen. Neben der beflügelten Sehnsucht beseelten auch ein stilles Warten, Sinnen und kontemplatives Betrachten und eine Selbstgenügsamkeit diese Blätter. Erdfarben wechseln mit Nachtfarben, aus denen die Seelenbilder - und vielleicht auch Illusionen steigen.

Es sind diese Lithos eigentlich alles Liebesbriefe, verhohlene Botschaften der Sehnsucht und vielleicht der Leidenschaft. Die verträumte, fast mystische Süsse zärtlicher Motive wiederholend. Ich liebe dich, ich liebe dich... das könnte der Titel mancher dieser Blätter sein.

Llovets Druckgraphik eignet sich für viele Anlässe, sie ist festlich, feierlich, fröhlich, besinnlich, versonnen und traumverloren und sie bildet nicht zuletzt einen freundlichen Schmuck für jede Zimmerwand.

Katalonien ist reich an Kunstschätzen - und das 20. Jahrhundert hat schon heute unvergessliche Spuren hinterlassen. In kleinen Dörfern gingen bekannteste Künstler ein und aus als wär's ein Taubenschlag. Wer nur schon an Dalí denkt, weiss, dass an jener Küste die Kunstgeschichte der Moderne ihre Flügel besonders weit gespannt hatte. Llovet allerdings hat sich von dem Aufruhr nicht umtreiben lassen, obwohl er sich in seinen Anfängen davon berührt sah, folgte er still seinem persönlichen Weg.

Im Alter arbeitete und lebte Ramon Llovet (auch seiner Gebrechen wegen) zurückgezogen mit seiner Familie auf dem Lande in Guardiola bei Barcelona, für die drucktechnische Arbeit auf Lithosteinen unterhielt er eigens eine Werkstatt; er war ein Fachmann im Lithographieren. Die Sala Gaspar Barcelona hat den Künstler ausgestellt, gefördert und geschätzt - und in enger Zusammenarbeit mit ihm sind die lithographischen Editionen (in Kooperation mit dem Grafos Verlag Vaduz) in verhältnismässig kleiner Auflage herausgegeben worden. (Die Blätter sind unter Sammlern sehr begehrt, und viele sind inzwischen bereits vergriffen und hier nicht mehr genannt.) Ein kostbarer graphischer Bestand aus dem Zeitraum von 1978-1981 ist noch im Angebot des Grafos Verlages, mit dem Gütesiegel des Druckateliers der Sala Gaspar. Mit diesen Blättern aber tauchen wir in Ramon Llovets bildhaften Empfindungsraum, den er in feinen Farben zu illuminieren wusste. ek


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Letztes Update: 31.03.08;
© Texte von Evi Kliemand, 1998-2004. © by Grafos Verlag AG, 1998-2004

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