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Toni Stadler (1888 -
1982)
Biographische Notiz
Toni Stadler wurde am 5. 9.1888 in München
geboren und ist daselbst hochbetagt am 5. 4. 1982 verstorben. Bildhauer und Zeichner, Sohn
des
österreichischen Malers Anton Stadler. Zu Beginn wird Toni Stadler Schüler von
Prof. Gaul in Berlin, dann Studium bei Prof. Hahn in München
(Akademie). In Paris ist er Schüler von Maillol (1925-1927). Maillol ist Lehrmeister und
Vorbild. Auch die ägyptische und früh-griechische,
etruskische bildhauerische Kultur wird ihm zur Motivation. 1934 erhält Stadler den
Rom-Preis der Preussischen Akademie der Künste. 1935 Gast
der Villa Massimo in Rom (zusammen mit Gerhard Mack). Dort beeindruckt von Mirko
Basaldella. Nun arbeitet Stadler vermehrt von der
Hohlform her, in die dann Wachs gegossen wird. Viele Jahre später (1961) kehrt er als
Ehrengast an die Villa Massimo zurück. Rom wird zum
nachhaltigen Erlebnis. 1938 Villa Romana Preis. Mit seiner Schülerin Priska von Martin,
die er 1942 heiratet, geht er nach Florenz. Dort leitet der
Maler Hans Purrmann die Institution unter Schwierigkeiten, ein Zentrum geistiger Freiheit, wie
er es nennt. Deutsche Emigranten 'Blumenthal,
Bargheer, Battke, Curt Craemer, Kasimir Edschmid, Rudolf Levy finden sich ein. Zwischen
Stadler und Purrmann nimmt eine dauerhafte
Freundschaft ihren Anfang. Der Aufenthalt in Italien wird zum Rückzug vor dem
direkten Kunstdiktat, dem sich der Faschismus unterworfen hat.
Die Vorbilder der Jugend wirken in Stadlers künstlerischem Aufbruch nach: Hans von
Marées wie Adolf von Hildebrand. 1938 kehrt er nach
Deutschland zurück und arbeitet in München an Büsten und Statuetten. Er
lehrt an der Städelschule in Frankfurt. Ein Teil von Stadlers Frühwerk
wird vom Krieg und teils von Stadler selbst zerstört. Von 1946 bis 1958 leitet er in der
Münchner Akademie die Bildhauer-Klasse. Sein Werk
umfasst Zeichnungen, Bronzen, Terrakotten, und Druckgraphik. Stadlers Spätwerk ist
geprägt von der Begegnung mit den Werken Marino
Marinis, Henri Laurens'. Stadlers Gestaltung tendiert zu einer Zwischenform von Gefäss
und Figur. Das Stimulans ist die menschliche
Erscheinung. 'Die Innere Schwellkraft der Form' bleibt Stadlers Anliegen. Ein Verschmelzen
von archaischer Kunst und französischer
Lichtwirkung. Seine Werke finden sich in Museen und Privatsammlungen. (Werke auf
öffentlichen Plätzen: Gedenkstätte George Marshall in
Frankfurt 1963.) ek
(*) Literatur-Hinweis:
Toni Stadler. Herausgegeben von Armin Zweite. Katalog
der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München 1978/79
(*) Anmerkung:
Literatur-Hinweise sind nicht in Rangordnung
zu verstehen, sondern als von der Autorin mitreflektierte Publikationen.
Werkverzeichnisse, bzw. Oeuvrekataloge sind,
wenn bekannt, genannt und korrespondieren mit den Angaben, die dem Verzeichnis
beigegeben sind.
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