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Volker Stelzmann
Biographische Notiz
Volker Stelzmann ist Maler und Graphiker, er wurde
am 5. 11. 1940 in Dresden geboren. 1955-1968 Studium an der Hochschule für Graphik
und Buchkunst in Leipzig, wo Stelzmann ab 1973 lehrt. Stelzmanns Malerei ist geprägt
von seiner Auseinandersetzung mit der deutschen
Spätgotik, besonders aber mit dem Manierismus, einem Stil, der sich auf groteske Weise
mit seinem veristischen Hang und der teils satirischen
Sichtweise zu vermengen versteht. Stelzmann blieb auch immer betont der Zeichner, Zitate
aller Epochen, nicht zuletzt von Dürer und Rembrandt
vernetzten sich mit seiner akribischen Darstellungslust, die sich der neuen Sachlichkeit
verschrieben hat, einer scharfen Beobachtungweise wie sie
bei Otto Dix anzutreffen war. Parallelen finden sich auch bei anderen Dresdner
Künstlern wie Ockert, Nehmer oder Körnig. Die Vielfigurenbilder
des italienischen (und spanischen) Manierismus haben Stelzmann fasziniert, das sozialistische
Kunstverständnis unterstützt die veristische
Stilisierung menschlicher Turbulenz und Erscheinung, von den Passionsszenen bis zu den
Porträts, ermöglicht aber auch die Überzeichnung, die
Satire. Im Spätwerk gewinnt das Motiv der Begegnung Kontur. 1987/88 Gastprofessur
an der Frankfurter Städelschule. Stelzmann verlässt
Leipzig und übernimmt eine Professur an der West-Berliner Hochschule.
ek
(*) Literatur-Hinweis:
Kunst aus der DDR - ein Überblick. Lenbachhaus
München, 1983
(*) Anmerkung:
Literatur-Hinweise sind nicht in Rangordnung
zu verstehen, sondern als von der Autorin mitreflektierte Publikationen.
Werkverzeichnisse, bzw. Oeuvrekataloge sind,
wenn bekannt, genannt und korrespondieren mit den Angaben, die dem Verzeichnis
beigegeben sind.
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