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Hans Erni

Biographische Notiz

Der Maler und Graphiker Hans Erni wurde am 21. Februar 1909 in Luzern geboren. Lehre als Vermessungstechniker und Bauzeichner 1924-1927. Besuch der Luzerner Kunstgewerbeschule. 1928, Akadémie Julian in Paris; Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin 1929/30. Rückkehr in die Schweiz, 1932-1934 erneut in Paris. Gründermitglied der Gruppe Abstraction-Création in Paris. In diese Zeit fallen auch abstrakte Kompositionen aus gewellten und verschlungenen Farbbändern. Einflüsse aller modernen Richtungen (Derain, Braque, Gris, Picasso) bringen ihn Ende der 30er Jahre zu seinem unverkennbaren Stil: einer dekorativen zeichnerischen Neuklassik, die abstrakte Elemente mit einem Realismus zu verbinden versteht. 1937 Mitbegründer der Gruppe abstrakter Künstler 'Allianz' in Zürich. Seine Zeichenkunst setzt er als Plakatkünstler für zahlreiche soziale und gesellschaftliche Belange ein. Es entstehen im weiteren monumentale Wandmalereien und Sgraffiti, Buchillustrationen, Briefmarken für die Schweiz und Liechtenstein, Bühnenbilder, Illustrationen und keramische Arbeiten, Reliefs, ganz besonders aber ein umfangreiches druckgraphisches Oeuvre, das ihn wie die öffentlichen Arbeiten sehr bekannt macht. Sein Schaffen weist auf ein breites Spektrum in der Anwendung aller künstlerischen Techniken. In der Druckgraphik ist es vor allem die Lithographie, der er sich widmet. Ehrungen, Preise. 1977 Gründung der Hans Erni Stiftung; Beginn der Arbeit an einem 30 m langen Wandbild für das Auditorium des Hans Erni-Museums, das im Verkehrshaus Luzern 1979 eröffnet wird. ek

(*) Werkverzeichnis:
Oeuvrekatalog in 5 Bänden: Hans Erni: Ein Weg zum Nächsten. Pfäffikon, 1976;
Oeuvrekatalog: L'oeuvre lithographié et gravé de Hans Erni. Herausgegeben von Pierre Cailler Genève 1969-1971;


Referenz:
Hans Erni. Werkverzeichnis der Lithographien (catalogue raisonné of the lithographs). Herausgegeben von der Hans Erni Stiftung Luzern, ABC Verlag Zürich 1993

(*) Anmerkung:
Literatur-Hinweise sind nicht in Rangordnung zu verstehen, sondern als von der Autorin mitreflektierte Publikationen.
Werkverzeichnisse, bzw. Oeuvrekataloge sind, wenn bekannt, genannt und korrespondieren mit den Angaben, die dem Verzeichnis beigegeben sind.



Letztes Update: 04.06.09;
© Texte von Evi Kliemand, 1998-2004. © by Grafos Verlag AG, 1998-2004

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