Ramon Llovet
Das Angebot des Grafos Verlages
Wege des Winds Sie glaubte das Meer sei der Himmel Taubenheiligtum |
Zum Motiv der Tauben, der
Blumen, des Dorfes und des Meeres
Wege des Winds: Über der blühenden Wiese, überm Feld, überm Korn die drei Tauben - goldgelb der Sommer und die Erinnerung daran. Etwas vom freien Atem der Landschaft und das Flugspiel der Vögel, ruhig, lebendig und schön. Eines der ersten Blätter, die von Llovet in der Reihe des Grafos Verlages realisiert werden konnte. Die Taube übernimmt in Llovets Bildkunst die Hauptrolle. Hier steigt sie auf als Seelenvogel, steigt in die Tiefe: Sie glaubte das Meer sei der Himmel. Die zarte Wurzel ist umkehrbar und wird zum Baum, zum Himmelsbaum - blau in blau, 1978. Das Taubenheiligtum lässt einen den Einklang verspüren - mit der Welt, ein fröhliches Aufschweben, Wünsche, Freiheitsgefühl, das Märchen, die Wirklichkeit, der Tag mit seiner Landschaft und die Nacht mit ihrem Traum. Taube und Kirche - oder Deine
Botschaft an mein Herz Glückbringend wirken diese in feinen
Farben gehaltenen Lithographien, ein Glückwunschgruss ohne Worte
- einfach an ein Herz. Die Romantik ist hier Herrin der Erde wie der
Lüfte. Melisande,
die Taubenhirtin. Wer Blau liebt und den Sternenhimmel
wird sich auch vor dieser Unendlichkeit Vers
l'infinit zu Hause fühlen. Das unendliche Sternenfirmament
als eine Freundin der Tauben. La
Gran Paloma:
Die grosse Taube ist in zarte Pastellfarben gekleidet
- eine Grossform des Eies, als wäre das Gebilde des Himmels und
der Taube aus zerbrechlichem Porzellan gemacht.
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Niño y Paloma Unter dem silbrigen Schweigen des Mondes |
Es gibt eine Rosa Periode und eine Blaue in der katalanischen Kunst dieses Jahrhunderts. Eine der bekanntesten Vertreterinnen dafür (abgesehen natürlich vom Altmeister Picasso) war die Malerin Montserrat Gudiol. Anklänge an diese sanfte resignative Sehnsucht der pastellenen Töne finden sich in dem Porträt von Ramon Llovet wieder: Bub und Taube. Niño y Paloma. Die Darstellung erinnert von fernher an Portraits von Redon oder von Valengin. Die Weichheit, das Rosa des jugendlichen Gesichts, die Sanftheit der Taube, die zarte Modulation des Lichts. Eisblau und Ultramarin und das Rosarot der beschworenen
Blüte unterm Mond. Ein Klang aus Farben, denn Verzaubert im Garten
fand ich Dich. Die Rose und der Mond, die Nacht und ihr Sehnen. Alle
Rosengedichte mögen in der Erinnerung erstehen: Unter
dem silbrigen Schweigen des Mondes. Aber wie Verzaubert
zwischen Blumen der kleine Mensch. Die Blüten reichen
ihm weit übers Knie - ein Rosa auch hier und ein Grün, lieblich
die Farblithographie von 1978/80.
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La belleza es un jardin Fröhlich waren längs des Wegs alle Blumen |
Verwandt und ebenso versonnen heiter sind die in Nachtfarben gehaltenen Farblithographien Unbändig ist der Freude Bogen und Fröhlich waren längs des Wegs alle Blumen. Verzaubert das kleine Dorf, der kleine Mensch unter Blumen und unterm Himmel. Wenn Bilder Inseln sein können, sind das kleine Inseln des Glücks. Eine vorzügliche Lithographie, fast als zierte
eine originale Malerei die Wand: Meine
Träume an der Gartenmauer, die weissen Tauben wachen
vor demKreuzsymbol im Hintergrund. Von dieser Edition sind nur noch
ganz wenige Blätter auf Lager - das gilt auch für die malerische
Farblithographie (ein Querformat) Sommerspiele,
worin sich etwas von der Geborgenheit des Grünen fühlen lässt.
Zwei Kinder in einer Lichtung. Das Aufgehoben- und zugleich Verlorensein
im Wald, die Durchblicke, ein Blatt, als entstammte es in seiner farbigen
Tiefe einer Fabel.
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Dorada Tardor Dort wo das Rauschen des Meeres ruht Sota la Llum del matin |
Das Dorf und immer wieder dieses Dorf am Meer. Dorada Tardor, die goldene Abendsonne, Jahreszeiten und Licht spiegeln die Landschaft. Dort wo das Rauschen des Meeres ruht oder Casas en Azul. Im Blatt Sota la Llum del matin - im Morgenlicht die noch dunklen Zypressen. Und Maritima: das Städtchen am Meer, die Bucht, der Eichenwald. Meine Augen wissen um Deine Ruhe und Dein Licht: Sind es Olivenbäume mit ihren Netzen, die die reifen Früchte auffangen? Ist es Zeit der Ernte? Der Hügelzug hat sich eingedunkelt, in seiner Selbstvergessenheit, das Dorf im warmen Licht. Der poesievolle Maler Ramon Llovet hat hier gewohnt. Das Erwarten des Morgens, in vielen Darstellungen
wird es zum Motiv. Aber auch andere Tageszeiten, wie beispielsweise:
l'hora del capvespre:
Olivenbäume, die Bucht, die Ruhe. Das Meer, es kann aufdringlich
sein, und es kann sich diskret zurückziehen. Llovet hat es fast
aus einer verinnerlichten Distanziertheit gemalt - oder vielleicht ist
es der Herbst und der Winter der Jahreszeiten, die alles zur Ruhe kommen
lassen in manchen Blättern.
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Es reift das Land in Träumen Der Sonne werde ich bald begegnen |
Es reift das Land in Träumen sagt Ramon Llovet in seinem Bild. Eine ausgebrannte Landschaft, von der Sonne gebräunt. Herbst, Winter des Südens. Der Ziehbrunnen in der Mitte, die Menschen am Brunnen, Wolken ziehen auf - weit ist das Land. Der Sonne werde ich bald begegnen: eine Ähre wird Symbol, unter der Sichel des Mondes erwartet der Acker den Morgen, blau schon die Bergkette in der Ferne. Das Windspiel, die Hügel: Paisatgo i coloms, Landschaft mit Tauben. Flores
y cristal - Blumige Träume hat Friedrich Herlt diese
schöne Farblithographie betitelt. Es ist in der Tat die kleine
Mystik des Abends, das Geheimnis des Blühens - und Verblühens.
Im Spiegel der Erinnerung leuchtet der Kristall. Ein nachtblaues Blatt
- stiller Ornamentik. ek
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