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Antoni Saura
Biographische Notiz
Antoni Saura wurde am 22. 9. 1930 in Huesca
geboren. Er gilt als Hauptvertreter des spanischen Tachismus und verfolgte (nach seinem
surrealistischen Frühwerk) mit unerbittlicher Konsequenz die Verschmelzung von Linie
bzw. Gestus und malerischem Bildraum. Bekannt sind
auch seine kunstkritischen Schriften, sein kulturelles Engagement, seine Dichtung, seine
Resistance zur Franco-Ära. Während des Spanischen
Bürgerkrieges lebte er mit seiner Familie in Madrid, Valencia und Barcelona. 1943
erkrankt er schwer an Tuberkulose, als Autodidakt beginnt er
noch in der Rekonvaleszenz zu malen und zu schreiben. Erste Einzelausstellung 1950.
1953-1955 in Paris, danach in Madrid und in Cuenca. 1957
begründet er die Gruppe El Paso. 1953 setzen die grossformatigen, expressiven Arbeiten
ein, eine chromatische nuancenreiche Farb- und Hell-Dunkelskala von Schwarz bis Weiss.
1960-1970 Arbeiten auf Papier. Preisträger des Guggenheim Museums New York,
Carnegie Preis.
Mehrfach wird sein Atelier respektiv Teile seines Oeuvres zerstört. Obzwar die
Annäherung an den Bildraum abstrakt bleibt, verzichtet Saura
nicht darauf, die menschliche Figur evokativ in Erscheinung treten zu lassen. Berühmt
sind Sauras umfassende Porträtzyklen, die Retratos
imaginarios, die Infantinnen, die Bilder zu Goya oder seine Crucifixiónes. Seine
Malerei spiegelt sich in gefasster Weise seit den 60er Jahren in
seiner Druckgraphik. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhält er 1979 den 1.
Preis der Biennale für Graphik in Heidelberg. Seine
Werke sind weltweit in Sammlungen und Museen vertreten. ek
(*) Literatur
Hinweis:
Gérard de Cortanze. Antonio Saura. Ed. De
la Différence 1994
Collection dirigée par Joaquim Vital;
Antonio Saura. Museo d'Arte Moderna, Lugano, heraugegeben von Rudy Chiappini,
Ed. Electa 1994;
Werkverzeichnis
Catalogue raisonné, herausgegeben
vom Le Cabinet des Estampes de Genève, 1985.
Bibliographie:
Gauthier 1974;
Pellicer 1980;
(*) Anmerkung:
Literatur-Hinweise sind nicht in Rangordnung
zu verstehen, sondern als von der Autorin mitreflektierte Publikationen.
Werkverzeichnisse, bzw. Oeuvrekataloge sind,
wenn bekannt, genannt und korrespondieren mit den Angaben, die dem Verzeichnis
beigegeben sind.
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